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Joseph Haydn

Joseph Haydn (1732 - 1809)

Portrait by Thomas Hardy, 1791 - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)



Sängerknabe

Wien - Stephansdom

Stephansdom - Ansicht von der 7. Etage des Kaufhauses Steffl



Franz Joseph Haydn wurde geboren am 31. März 1732 in Rohrau (Österreich). Seinen ersten Vornamen mochte er nicht und benutzte ihn so gut wie nie. Joseph Haydn ist der Bruder des Komponisten Johann Michael Haydn, der in Salzburg am Hof des Fürsterzbischofs Graf Schrattenbach angestellt war. Den ersten Gesangsunterricht bekam Haydn von seinem Vetter in Hainburg. 1740 war er als Sängerknabe am Stephansdom in Wien unter dem Kapellmeister Reutter tätig. Später verdiente er sich als Klavierlehrer, Tanzmusiker, Klavierbegleiter und Kammerdiener bei dem italienischen Komponisten Porpora seinen Lebensunterhalt. Dieser gab ihm einige Unterrichtsstunden in Musiktheorie.


Kirchen- und Kammermusik

Joeph Haydn - Lebensstationen

Lage des Geburtsortes Rohrau und anderer Orte der Region, in der Haydn die meiste Zeit seines Lebens verbrachte. Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Haydn komponierte seine erste Kirchen- und Kammermusik, die Oper „Der krumme Teufel" (1752), sein erstes Streichquartett (1755). Vermutlich 1757 erhielt Haydn seine erste wichtige Stelle als Musikdirektor des Grafen Karl von Morzin auf Schloss Lukawetz bei Pilsen. Auf dieses Jahr datierte Haydn seine erste in Morzins Diensten komponierte Sinfonie. Von 1761 - 1790 - dreißig Jahre - stand er im Dienst des Grafen Esterházy und war hier abwechselnd in Eisenstadt (etwa 50 Kilometer südlich von Wien) und in Wien tätig.


Wappen der Fürsten Esterházy


Als livrierter (mit einer Livree, d. h. Uniform bekleideter) Musiker im Rang eines Hausoffiziers der Esterházys folgte Joseph Haydn der Familie in drei Hauptresidenzen: den Familiensitz in Eisenstadt, den Winterpalast in Wien, und Eszterháza, einem großen neuen Schloss, dass um 1760 im ländlichen Ungarn gebaut wurde.


Esterházy

Joseph Haydn

Joseph Haydn, Gemälde von Ludwig Guttenbrunn (um 1770) - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Joseph Haydn hatte ein weites Feld an Verantwortlichkeiten, unter anderem die Komposition, Leitung des fürstlichen Orchesters, Spielen von Kammermusik für und mit seinem Arbeitgeber und schließlich das Arrangieren von Opernproduktionen. Trotz dieses enormen Arbeitspensums fühlte sich Haydn in seiner Anstellung wohl. Die Fürsten von Esterházy waren Musikkenner, die seine Arbeit schätzten, ihn förderten und ihm das nötige Umfeld für seine weitere künstlerische Entwicklung gaben, darunter der tägliche Zugang zu seinem eigenen kleinen Orchester.


Reisen nach England

London

Panoramic view of London, 1751, by T. Bowles - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Nach den Jahren bei den Esterházys folgten viele Konzertreisen, darunter u.a. zweimal nach England, wo die Kunst Georg Friedrich Händels stärksten Eindruck auf ihn machte. Die Englandbesuche waren von 1790 bis 1792 und 1794 bis 1795. Joseph Haydn wohnte in London, wo er mit großem Erfolg seine Symphonien dirigierte. Für die Verleihung der Doktorwürde in Oxford schrieb er die „Oxford-Symphonie" (1788). In England erhielt er durch die Oratorien Händels Anregungen für die „Schöpfung" und die „Jahreszeiten", die er nach seinem Englandaufenthalt 1798 und 1801 in Wien komponierte.


Messen

Wien - Grabdenkmal

Wien, Haydnpark, Grabdenkmal von Joseph Haydn Bildquelle: Wikipedia - Autor: Invisigoth67 - Lizenz s.u.


In dieser Zeit begann Haydn wieder Messen zu schreiben nach einer Pause von 14 Jahren. Es entstanden die sechs großen Messen „Paukenmesse", „Heiligmesse" (1796), „Nelsonmesse" (1798), „Theresienmesse" (1799), „Schöpfungsmesse" (1801), „Harmoniemesse" (1802). In ihnen verbindet Haydn den klassischen symphonischen Stil mit bedeutender Kontrapunktik (vor allem Doppelfuge) und bringt die Gegensätze von Soloquartett und Chor wirkungsvoll zur Geltung. Trotz seines Schaffens auf allen Gebieten der Tonkunst liegt die Bedeutung Haydns in seiner Instrumentalmusik. Der Komponist Haydn wurde auf dem Hundsturmer Friedhof (heute Haydnpark in Wien–Meidling) beigesetzt. Später wurde der Leichnam exhumiert und auf Betreiben von Fürst Nikolaus II. von Esterhazy 1820 in die Haydnkirche (Bergkirche) nach Eisenstadt überführt und beigesetzt.


Hörprobe:


Händel- und Haydn Konzert 2009

Konzert vom 1. November 2009: Haydn zum 200. Todesjahr

Kantorei der Friedenskirche Hamborn

Kantorei Buschhausen
Vielharmonie Düsseldorf

Leitung: Wolfgang Koppen

Hörprobe: Joseph Haydn - Missa in B (Theresienmesse - Chor: Gloria in excelsis Deo (Allegro)

Liveaufnahme vom 1. Nov. 2009 - Thaddäus Löffler


  • Joseph Haydn
    Missa in B (Theresienmesse) Chor: Gloria in excelsis Deo (Allegro)


Haydns Werke

Wien - Haydn Haus

Foto des Hauses in dem Joseph Haydn zuletzt wohnte - Haydngasse 19, 1060 Vienna - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Die Weiterführung der neuen Sonatenform, die Begründung des Streichquartetts, besonders aber die Vertiefung des Gehalts der Sinfonie (107 Sinfonien) sind seine entscheidenden künstlerischen Verdienste. Joseph Haydn starb am 31. Mai 1809 in Wien. Mit der "Schöpfung" 1798 und den „Jahreszeiten“ 1801 wurde Haydn zum Begründer des weltlichen Oratoriums. Außerdem komponierte Haydn 24 Opern, 14 Messen, Klavier-, Violin- und Violoncellokonzerte, über 70 Streichquartette und Lieder. Haydns Streichquartette gehören zu den zentralen Experimentierfeldern des klassischen Stils. Vor allem für Mozart war der Vorbildcharakter der reifen Haydn-Quartette wie dem „Lerchenquartett” wesentlich. Die satztechnischen Errungenschaften auf dem Gebiet des Streichquartetts übertrugen Haydn und Mozart dann auch auf ihre größer besetzten Sinfonien.





Quellenangabe:


Das Foto "Grabdenkmal Joseph Haydn in Wien - Autor: Invisigoth67" stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und wird unter der folgenden Lizenz veröffentlicht "Creative Commons „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported".


Hörprobe:


Konzert in der Friedenskirche Hamborn vom 19.11.2000

"Die Schöpfung" - Oratorium von Joseph Haydn

Musikhörprobe: Arie für Sopran - "Nun beut die Flur"

Chorgemeinschaft der Kantorei Duisburg-Nord

Kammerorchester der Kantorei

Sopran: Judith Hoff

Leitung: Udo Witt


  • Joseph Haydn
    "Die Schöpfung" - Oratorium - Arie für Sopran "Nun beut die Flur"


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