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Johann Michael Haydn

Johann Michael Haydn (1737 - 1806)

Bildquelle: Wikipedia (Public domain)



Bruder von Joseph Haydn

Salzburg - Dreifaltigkeitskirche

...hier war Michael Haydn als Organist angestellt...



Johann Michael Haydn wurde am 14. oder 15. September 1737 in Rohrau, Österreich, geboren und war der jüngere Bruder von Franz Joseph Haydn. Gestorben ist er am 10. August 1806 in Salzburg und wurde auf dem Friedhof St. Peter beerdigt, wo auch das Grab der Schwester Mozarts, Nannerl, zu finden ist. Seine erste Stelle trat er als Kapellmeister in Großwardein an (rumänisch-ungarische Grenze) und von 1763 - 1800 arbeitete er in Salzburg. Von 1781 bis zum Tod war er Hof- und Domorganist an der Salzburger Dreifaltigkeitskirche. Seine Kirchenmusik wie auch seine Sinfonien reichen nicht an die Bedeutung des Schaffens seines Bruders heran.


Salzburg - Friedhof Erzabtei St. Peter

Grab von Michael Haydn


Er war der erste, der unbegleitete mehrstimmige Männergesänge schrieb. Zu seinen Schülern zählten A. Diabelli u. Carl Maria von Weber. Wolfgang Amadeus Mozart selbst hegte ein freundschaftliches Verhältnis zu Michael Haydn. Georg Nikolaus von Nissen schreibt hierzu:

"Michael Haydn sollte auf höheren Befehl Duetten für Violine und Viola schreiben. Er konnte selbige aber zur bestimmten Zeit nicht liefern, weil ihn eine heftige Krankheit befallen hatte, die ihn nachher länger, als man es vermuthete, zu aller Arbeit unfähig machte. Man drohte ihm über den Aufschub mit Einziehung seiner Besoldung, weil der Gebieter von Haydn's Umständen vermuthlich zu wenig unterrichtet, oder durch falsche Berichte hintergangen war. Mozart, der Haydn täglich besuchte, erfuhr dieses, setzte sich nieder und schrieb für den betrübten Freund mit so unausgesetzter Rastlosigkeit, daß die Duetten in wenigen Tagen vollendet waren und unter Michael Haydn's Namen eingereicht werden konnten".


Deutsches Hochamt

Salzburg

Festung Hohensalzburg


Sein vor allem in katholischen Messen häufig gesungenes Werk ist das Deutsche Hochamt („Hier liegt vor Deiner Majestät“), das neben der durch Joseph Haydns Vorbild beeinflussten Deutschen Messe von Franz Schubert zu den wenigen kirchlichen Volksgesängen der Klassik gehört. Bei einem Besuch in der Kaiserstadt Wien soll ihm der Posten eines Vizekapellmeisters beim Grafen von Esterházy angeboten worden sein. Michael Haydn war ein wichtiger Wegbereiter der geistlichen Musik, aber auch sein symphonisches Schaffen (etwa 40 Sinfonien) war bedeutend. Bekannt sind seine geistlichen Chorwerke, darunter die Missa Hispanica (für die er 1804 in Stockholm sein Diplom erhielt).


Kaiserlicher Kompositionsauftrag

Salzburg - Stiftskirche

Stiftskirche St. Peter mit Klostergebäuden


Den letzten kaiserlichen Kompositionsauftrag für ein Requiem konnte der alternde und schon lange kränkelnde Haydn nicht mehr ausführen. Es beschlichen ihn Ahnungen, dass er – ähnlich wie Mozart zuvor – an seiner eigenen Totenmesse schreibe. Über der Arbeit starb er am 10. August 1806 und wurde zu St. Peter in Salzburg begraben. Bei einem Besuch des Grabes von Michael Haydn bemerkt der Komponist Franz Schubert: "Es wehe auf mich, dachte ich mir, Dein ruhiger, klarer Geist, Du guter Haydn, und wenn ich auch nicht so ruhig und klar sein kann, so verehrt Dich gewiß Niemand auf Erden so innig als ich!"




Grab und Denkmal

Salzburg - Erzabtei St. Peter

Grabdenkmal von Johann Michael Haydn in der Stiftskirche St. Peter


Michael Haydn wurde auf dem Petersfriedhof in Salzburg beigesetzt. Neben ihm ist auch die Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart, Nannerl, bestattet worden. Das Grab findet man am Aufgang zu den sehenswerten Katakomben des Friedhofs der Stiftskirche. Anlässlich einer der regelmäßigen Gruftleerungen soll sich die Witwe des Komponisten den Schädel ihres verstorbenen Mannes besorgt haben, um ihn zu Hause aufzustellen. Nach ihrem Tod wurde die Reliquie in einer Urne, die Teil des Haydn-Grabmals in der Stiftskirche ist, verwahrt. Heute befindet sich Michael Haydns Schädel im Safe des Stifts St. Peter.


Bilder der Stiftskirche und Friedhof



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