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Franz Xaver Süßmayr

Schwanenstadt (Österreich)

Geburtsort von Franz Xaver Süßmayr - Kupferstich aus Georg Matthäus Vischers Topographia Austriae superioris modernae (1674) - Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)



Überblick

Wien - St. Marxer Friedhof

Detail des Mozartgrabes



Franz Xaver Süßmayr ist heute in erster Linie als Schüler Wolfgang Amadeus Mozarts und Vollender von dessen Requiem bekannt. Mozart hat ihn außerdem als Mitarbeiter an der Oper "La Clemenza di Tito (1791)" herangezogen, deren Recitative Süßmayr schrieb. Von Süßmayrs eigenen Kompositionen ist in der Literatur das Singspiel "Der Spiegel von Arkadien (1794)" als eines der Erfolgswerke dieser Gattung bekannt. Weitere Werke wurden erst wieder aus Anlaß des zweihundertsten Todestages (2003) des Komponisten – durchwegs mit Erfolg – aufgeführt. Süßmayr stammte aus Schwanenstadt in Oberösterreich, wo er als Sohn eines Lehrers geboren wurde, der traditionsgemäß zugleich die Funktionen des Mesners und Regens chori ausübte und dem Sohn den ersten Unterricht erteilte.


Biografie

Kremsmünster

Stift Kremsmünster, von Nordosten gesehen - Bildquelle: Wikipedia - Autor: H. Raab - Lizenz s.u.


Süßmayr wurde 1766 im oberösterreichischen Schwanenstadt als Sohn des Mesners und Schulmeisters Franz Karl Süßmayr geboren. Er wurde zunächst von seinem Vater in Gesang, Violin- und Orgelspiel unterwiesen und kam 1779 in das Gymnasium des Stiftes Kremsmünster, wo er bis 1784 ausgebildet wurde und danach bis 1787 die dortige Ritterakademie besuchte, an der er Philosophie und Jura hörte. In den Musikaufführungen des Stiftes wirkte er als Sänger, Geiger und Organist mit und trat ab 1785 auch mit eigenen Kompositionen hervor.


Schüler und Kopist Mozarts

Wien - Rauhensteingasse

F.X. Süßmayer am Sterbebett von Mozart v. Eduard Friedrich Leybold. 1857 - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Von 1788 an lebte Süßmayr in Wien als Privatlehrer und wurde vermutlich ab 1790 Schüler und Kopist von Wolfgang Amadeus Mozart. 1792 trat er mit erfolgreichen Bühnenwerken an die Öffentlichkeit und wurde 1794 zum Kapellmeister der deutschen Oper im k.k. Nationaltheater in Wien ernannt. Am 17. September 1803 stirbt Franz Xaver Süßmayer in Wien an Lungentuberkulose. Süßmayr wird wie sein Lehrer Mozart auf dem St. Marxer Friedhof in Wien begraben- auch sein Grab ist bis heute unbekannt.


Komponist

Wien - Albertina

Detail des Palais Erzherzog Albrecht


Der Komponist Franz Xaver Süßmayr ist vielen Musikfreunden heute nur noch als Schüler Wolfgang Amadeus Mozarts und als Bearbeiter und Vollender des Requiems ein Begriff. Doch Süßmayr konnte viel mehr. Das „Jahrbuch der Tonkunst von Wien und Prag" aus dem Jahr 1796 würdigte ihn wie folgt:

"Süßmayr, zweiter Direktor beim Hoftheater. Er hat sich durch mehrere deutsche Opern bekannt und beliebt gemacht. Seine Oper Moyses ist in einem schön erhabenen Styl geschrieben, und vielleicht gerade aus diesem Grunde für das Wiedner Theater nicht ganz zweckmäßig. - Unendlich viel mehr Glück hat sein Spiegel von Arkadien daselbst gemacht. Außer manchen sehr gut gefundenen Stücken, hat er auch mehrere triviale und bekannte Stücke so an seinem gehörigen Orte anzubringen gewußt, dass das Ganze keine geringe Sensazion verursachte. Noch dient ihm zu nicht geringer Empfehlung, daß er ein Schüler Mozarts ist, und von selbigem sehr geschätzt war. Auch hat er an einige unvollendete Werke dieses großen Genies die letzte Hand gelegt".





Hörprobe:


Hörprobe:

Wolfgang Amadeus Mozart/Franz Xaver Süßmayr

Requiem d-Moll KV 626 - Hostias
Konzert in der Friedenskirche - Karfreitag, 10. April 1998

Chorgemeinschaft der Kantorei Hamborn
Kammerorchester

Leitung: Udo Witt


  • Wolfgang Amadeus Mozart/Franz Xaver Süßmayr
    Requiem d-Moll KV 626 - Hostias


Quellenangabe:


Die Fotos "Stift Kremsmünster, von Nordosten gesehen - Autor: H. Raab" - "Schwanenstadt (Österreich)" stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. Diese Dateien sind lizenziert unter der Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 und unter der Creative Commons-Lizenz „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported.




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