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Christoph Willibald Gluck

Christoph Willibald Ritter von Gluck (1714 - 1787)

Christoph Willibald Ritter von Gluck, Öl auf Leinwand von Josef-Sifrède Duplessis, Wien 1775 - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)



Kapellmeister am Burgtheater

Wien - Burgtheater

Ansicht vom Volksgarten



Der Komponist Christoph Willibald Ritter von Gluck wurde am 2. Juli 1714 in Erasbach bei Berching in der Oberpfalz geboren. Er war Schüler von G. B. Sammartinis in Mailand, wo er seine ersten 10 Opern schrieb. Nach längeren Reisen ließ er sich 1752 endgültig in Wien nieder, wo er von 1754 - 1764 Kapellmeister am Burgtheater war. Gluck war der erste große Reformer der Opernform. Seine Opern "Orpheus und Eurydike"- 1762, "Alceste"- 1767 und "Paris und Helena"- 1770 sind ein Beispiel hierfür. Die Einfachheit der Handlung, liedhafte Gesänge anstelle des Secco-Rezitativs, Einführung dramaturgisch wichtiger Chorszenen, Teilnahme des Orchesters an der Handlung sind wesentliche Kennzeichen dieses neuen Stils.


Aufenthalt in Paris

Jean-Jacques Rousseau (1704 - 1788)

Leinwand-Porträt - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Als Gluck 1774 mit seiner Oper "Iphigenie in Aulis" auch in Paris großen Erfolg hatte, begann ein jahrelanger Kampf gegen die Anhänger des italienischen Opernkomponisten Niccolo Piccini, bis sich Gluck mit den Opern "Armida" 1777 und "Iphigenie auf Tauris" 1779 durchsetzte. Gluck hatte mit seinen Kompositionen und Opern großen Erfolg in Paris. Sein französischer Zeitgenosse und berühmter Dichter Jean Jacques Rousseau sagte: "Mir scheint, dass Ludwig XVI. und der Komponist Gluck ein neues Zeitalter heraufführen werden".


Opernreformator

Chateau de Chantilly

Fotoquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


Mit dieser Einschätzung sollte er Recht behalten- die französische Revolution stand vor der Tür und die Opernreform Glucks sollte die gesamte damalige Musikszene durcheinander wirbeln. Christoph Willibald von Gluck war – trotz des erheblichen Altersunterschiedes – mit Wolfgang Amadeus Mozart freundschaftlich verbunden und gehörte zu den großen Opernreformatoren des 18. Jahrhunderts. Nach Aufenthalten in Prag, Wien, Mailand, London und Neapel ließ er sich 1771 endgültig in Wien nieder, wo er drei Jahre später Intendant der Theatral- und Akademiemusik des Burgtheaters wurde. Die spätere französische Königin Marie Antoinette war eine seiner Schülerinnen. Mozart schätzte Glucks Werke sehr. In seinem „Idomeneo“ KV 366 übernahm er sogar Glucksche Elemente, insbesondere den Chor und die begleitenden Rezitative.





Ritter vom goldenen Sporn

Wien - Burgtheater

Seitenansicht


Gluck war wie Mozart Träger des Ordens "Ritter vom goldenen Sporn", der mit dem Cavaliere-Titel verbunden war und vom Papst verliehen wurde. Er war 1756 von Papst Benedikt XIV. mit dem Orden vom goldenen Sporn ausgezeichnet worden und nannte sich fortan Ritter von Gluck, während Mozart als Träger des gleichen Ordens den Adelstitel nie verwendet hatte.

In einem Brief an seinen Vater in Salzburg schreibt Mozart:
"....meine Oper ist gestern wieder ..und zwar auf begehren des glucks... gegeben worden...gluck hat mir viele Complimente darüber gemacht. Morgen (8.8.1782) speise ich bey ihm...."

Der Komponist verstarb am 15. November 1787 in Wien. Am 7. Dezember 1787 ernennt Kaiser Joseph II. Mozart - anstelle des verstorbenen Gluck - zum "kaiserlichen Kammermusikus" mit einem Jahresgehalt von 800 Gulden und damit erheblich weniger, als Gluck zu Lebzeiten verdient hat!




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