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Johann Christian Cannabich

Mannheim - Schloss Ehrenhof, Universität Mannheim

Bildquelle: Wikipedia - Autor: Stefanie Eichler - Lizenz s.u.



Überblick

Johann Christian Cannabich



Johann Christian Innocenz Bonaventura Cannabich wurde am 28. Dezember 1731 in Mannheim geboren. Cannabich war ein deutscher Violinist, Kapellmeister, Komponist und wichtiger Vertreter der Mannheimer Schule. Am häufigsten wird er Christian Cannabich (vereinzelt auch Canabich) genannt. Er zählt mit Johann Stamitz, seinem Vorgänger als Mannheimer Chefdirigent, zu den Wegbereitern der Wiener Klassik und er war es auch, der den jungen Mozart bei seinem einjährigen Aufenthalt 1777/78 betreute und mit ihm die Entwicklung der deutschen Oper erörterte.


Mannheimer Hoforchester

Mannheim - Plan der Residenzstadt

Kupferstich von Josef Anton Baertels (1758) - Bildquelle: Wikipedia (Public Domain)


Er starb am 20. Januar 1798 in Frankfurt am Main. Der bedeutendste Sohn des Komponisten und Flötisten Martin Friedrich Cannabich (ca. 1700 - 1773) trat bereits mit 12 Jahren als Geiger in das berühmte Mannheimer Hoforchester unter Johann Stamitz ein, der sein Lehrer wurde. Schnell stieg er zum Konzertmeister auf. Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz erlaubte ihm zwischen 1750 und 1753 Studien in Italien, wo er mit Niccolò Jommelli arbeitete. Nach dem Tode von Stamitz 1757 übernahm er die Stelle des Kapellmeisters und wurde somit Leiter des zur damaligen Zeit berühmtesten Orchesters.


Mannheimer Generation

Mannheim - Mannheimer Rheinschanze

Mannheimer Rheinschanze (oben) und Zitadelle - Mannheim im Jahr 1620 - Bildquelle: Wikipedia (Public domain)


Johann Christian Cannabich war Violinist, Kapellmeister, Komponist und wichtiger Vertreter der Mannheimer Schule. Die Söhne seines Vorgängers, Carl Stamitz und Anton Stamitz waren seine Schüler. Als Vertreter der jüngeren Mannheimer Generation hatte er großen Einfluß auf das spätere Schaffen von Mozart und seinen Zeitgenossen. 1759 heirate er Marie Elisabeth de la Motte, eine Kammerdienerin der Herzogin von Zweibrücken. Über die Kontakte des Herzogs von Zweibrücken wurden Cannabichs Werke 1764 in Paris aufgeführt, während dieser Zeit lebte er im Palast des Herzogs.


Umzug nach München

München

Christian Frederick Carl Holm: Buntes Treiben vor dem Sendlinger Tor in München, datiert 1840, Öl auf Leinwand - Bildquelle: Wikipedia (gemeinfrei)


1766 reister er zum zweiten Mal nach Paris und erhielt die Möglichkeit, 6 Sinfonien und 6 Trios zu veröffentlichen. Nach 1766 wurden die meisten seiner Werke in Paris gedruckt. Bei einem weiteren Aufenthalt in der französischen Hauptstadt trat er als Solist der "Concerts spirituels" in Erscheinung. Nachdem 1778 Kurfürst Karl Theodor zum Herzog von Bayern ernannt wurde und seine Residenz nach München verlegen mußte, übernahm Cannabich ebenfalls die Leitung der Instrumentalmusik in München. Sein Haus war jeder Zeit für Musiker geöffnet.


Mozart in Mannheim

Mannheim

Rosengarten Kongress Center und Konzert Halle - Bildquelle: Wikipedia - Autor: Andreas Praefcke - Lizenz s.u.


Neben zahlreichen anderen lebte Wolfgang Amadeus Mozart in seinem Haus und erteilte Cannabichs Tochter Klavierunterricht, er widmete ihr die Sonate KV 309. In einem Schreiben an seinen Vater vermerkt Mozart "Ich kann nicht beschreiben welch ein guter Freund Cannabich für mich ist". Nach 1790 wurde Cannabichs Salär auf ein Drittel gekürzt, deshalb unternahm er mehrere Konzertreisen um sein Einkommen zu verbessern. Cannabich komponierte rund 90 Sinfonien, 40 Ballette, mehrere Kammermusiken und 1 Oper (Elektra). Er verstarb am 20. Januar 1798 in Frankfurt am Main. Nach seiner Entlassung aus dem Salzburger Dienst begibt Mozart sich am 23. September 1777 mit seiner Mutter auf eine Reise, um eine neue, bessere Anstellung zu finden: zuerst in München (wo er vergeblich am Hof vorspricht), dann Augsburg, dann am Mannheimer Hof, um das Kurfürstliche Orchester und dessen Kapellmeister und späteren Freund Christian Cannabich kennen zu lernen. Auch hier sind ihm keine Aufträge beschieden. Ebenfalls dort lernt er die Familie Weber kennen, in deren Tochter Aloysia, eine Sängerin, er sich verliebt.


Mannheimer Schule

Mannheim - Jesuitenkirche in Mannheim

Bildquelle: Wikipedia - Autor: Frank-m - Lizenz s.u.


Als Mannheimer Schule wird ein Kreis von Komponisten und Orchestermusikern am kurpfälzischen Hof in Mannheim so um 1750 bezeichnet. Als Begründer gilt vor allem Johann Stamitz, ein Musiker aus Böhmen, seit 1741 Violinist beim Hoforchester und seit 1750 Musikdirektor in Mannheim. Das Mannheimer Orchester wurde aufgrund seiner Orchesterdisziplin das berühmteste seiner Zeit. In der Komposition wurde hier gegenüber der barocken Polyphonie die Homophonie durchgesetzt, die Form des Sonatensatzes und der Sinfonie entwickelt. Die Musik der Mannheimer Schule, am Übergang vom Barock zur Klassik, hatte großen Einfluss auf Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven. Hauptvertreter waren: Johann Stamitz, Carl Stamitz, Franz Xaver Richter, P. von Winter und Christian Cannabich.




Quellenangabe:


Die Informationen zur Biografie von Johann Christian Cannabich basieren auf dem Artikel Christian Cannabich (Stand 25.03.2008) und stammen mit den Fotos "Plan der Residenzstadt Mannheim; Mannheimer Rheinschanze;" - "Jesuitenkirche in Mannheim - Autor: Frank-m" - "Prinz-Carl-Palais, München - Autor: Luidger" - "Mannheim, Schloss Ehrenhof - Autor: Stefanie Eichler" - "Rosengarten Kongress Center und Konzert Halle - Autor: Andreas Praefcke" aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz [34 KB] für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Die Fotos sind lizenziert unter der Creative Commons Attribution ShareAlike 3.0 und unter der Creative Commons-Lizenz „Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported.




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